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Nickel(II)-oxid

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol
Gefahr
H- und P-Sätze H:
  • Kann allergische Hautreaktionen verursachen.
  • Kann bei Einatmen Krebs erzeugen.
  • Schädigt die Organe (alle betroffenen Organe nennen) bei längerer oder wiederholter Exposition (Expositionsweg angeben, wenn schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht).
  • Kann für Wasserorganismen schädlich sein, mit langfristiger Wirkung.
P:
  • Vor Gebrauch alle Sicherheitshinweise lesen und verstehen.
  • Staub / Rauch / Gas / Nebel / Dampf / Aerosol nicht einatmen.
  • Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
  • Schutzhandschuhe/ Schutzkleidung/ Augenschutz/ Gesichtsschutz/ Gehörschutz/ … tragen.
  • Bei Berührung mit der Haut: Mit viel Wasser / … waschen.(Die vom Gesetzgeber offen gelassene Einfügung ist vom Inverkehrbringer zu ergänzen)
  • Bei Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat Einholen / ärztliche Hilfe hinzuziehen.
[2]
MAK kein Wert vergeben, da krebserzeugend[2]

Nickel(II)-oxid ist eine chemische Verbindung des Metalls Nickel, die zur Gruppe der Oxide gehört.

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Kristallstruktur
Struktur von Nickel(II)-oxid
_ Ni2+ 0 _ O2−
Kristallsystem kubisch flächenzentriert
Gitterparameter a = 416,8 pm[1]
Allgemeines
Name Nickel(II)-oxid
Andere Namen
  • Nickelmonoxid
  • Nickeloxid (mehrdeutig)
  • Nickeloxydul (veraltet)
  • Bunsenit (als Mineral)
Verhältnisformel NiO
Kurzbeschreibung geruchloses, dunkelgrünes bis schwarzes Pulver[2]
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 215-215-7
ECHA-InfoCard Extern 100.013.833
PubChem Extern 14805
ChemSpider Extern 14121
Eigenschaften
Molare Masse 74,69 g/mol
Aggregatzustand fest[2]
Dichte 6,72 g/cm3[2]
Schmelzpunkt 1984 °C[2]
Löslichkeit praktisch unlöslich in Wasser[2]

Vorkommen

Natürlich kommt Nickel(II)-oxid als Mineral Bunsenit vor.

Gewinnung und Darstellung

Man erhält es durch starkes Kalzinieren des Nitrats (Ni(NO3)2) oder Carbonats (NiCO3) oder durch Oxidation von Rotnickelkies (NiAs) oder reinem Nickel an der Luft.

Eigenschaften

Durch höheren Sauerstoffgehalt grünlich gefärbtes Nickel(II)-oxid

Nickel(II)-oxid ist ein basisches Oxid. Es ist antiferromagnetisch und ist isotyp mit Natriumchlorid. Reinstes NiO ist hellgelb. Ein höherer Sauerstoffgehalt verleiht dem NiO eine grüne bis graugrüne Färbung. Dunklere bis schwarze Produkte enthalten zunehmend Ni3+. Das bei hohen Temperaturen gewonnene Nickel(II)-oxid ist in Säuren und Alkalien fast unlöslich; je niedriger die Darstellungstemperatur, umso löslicher ist es, besonders in heißer Salpetersäure und Ammoniakwasser.[4]


Verwendung

Nickel(II)-oxid wird zur Herstellung von Emaille (als Haftmittel[5]), Keramik, Gläsern (als Färbemittel) und Elektroden (beispielsweise für Lithium-Ionen-Akkumulatoren) verwendet. Weiterhin dient es als Anodenmaterial in Brennstoffzellen.[6][7] Außerdem wird es als Katalysator für die Hydrierung organischer Verbindungen genutzt. Weiterhin ist es ein Zwischenprodukt zur Herstellung von reinem Nickel (Reduktion mit Kohlenmonoxid).

Sicherheitshinweise

Wie auch viele andere Nickelverbindungen wird Nickel(II)-oxid als krebserzeugend eingestuft.

Einzelnachweise

  1. R.W. Cairns, E. Ott: X-Ray Studies of the System Nickel-Oxygen-Water. I. Nickelous Oxide and Hydroxide. In: Journal of the American Chemical Society, 55, 1933, S. 527–533, doi: Extern 10.1021/ja01329a013.
  2. Hochspringen nach: a b c d e f g h Eintrag zu Extern Nickeloxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, abgerufen am 23. Januar 2026. (JavaScript erforderlich)
  3. Eintrag zu Extern Nickel monoxide in der Datenbank ECHA CHEM der Europäische Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 23. Januar 2026. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung Extern erweitern.
  4. Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1689.
  5. Mila Schrader: Extern Gusseisenöfen und Küchenherde: Ein historischer Rückblick (vom 17. März 2009 im Internet Archive)
  6. Institut für Energieforschung Jülich: Die Jülicher planare anodengestützte Hochtemperatur-Brennstoffzelle (SOFC)
  7. M. Pehnt: Extern Ganzheitliche Bilanzierung von Brennstoffzellen in der Energie- und Verkehrstechnik (PDF; 4,7 MB)
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Basierend auf einem Artikel in: Extern Wikipedia.de
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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 23.01. 2026