Begleitmatrix

Die Begleitmatrix ist eine spezielle Matrix, die einem normierten Polynom zugeordnet werden kann. Somit ist eine Begleitmatrix ein Objekt aus der linearen Algebra.

Definition

Die Begleitmatrix eines normierten Polynoms n-ten Grades f(x)=x^{n}+a_{{n-1}}x^{{n-1}}+\dots +a_{1}x+a_{0} über einem Körper ist die quadratische n\times n-Matrix

A(f)={\begin{pmatrix}0&0&\dots &0&-a_{0}\\1&0&\dots &0&-a_{1}\\0&1&\ddots &\vdots &-a_{2}\\\vdots &\ddots &\ddots &0&\vdots \\0&\dots &0&1&-a_{{n-1}}\\\end{pmatrix}}.

Manchmal wird auch die Transponierte Matrix von A(f) verwendet, was aber nichts Wesentliches ändert. Man nennt diese spezielle Form der Matrix dann auch Kardinalform.

Eigenschaften

Das charakteristische Polynom und das Minimalpolynom von A(f) ist gerade f. Andererseits ist eine n\times n Matrix A ähnlich zu der Begleitmatrix des charakteristischen Polynoms von A genau dann, wenn das Minimalpolynom und das charakteristische Polynom von A identisch sind.

Hat das Polynom f genau n verschiedene Nullstellen \lambda _{1},\dots ,\lambda _{n}, dann ist A(f) diagonalisierbar: VA(f)V^{{-1}}={\mathrm  {diag}}(\lambda _{1},\dots ,\lambda _{n}) für die Vandermonde-Matrix V=V(\lambda _{1},\dots ,\lambda _{n}).

Anwendung

Begleitmatrizen treten in der Normalformtheorie auf. Die Existenz der Frobenius-Normalform besagt, dass jede Matrix ähnlich zu einer Blockdiagonalmatrix ist, deren Blöcke Begleitmatrizen sind.

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Basierend auf einem Artikel in: Wikipedia.de
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Datum der letzten Änderung:  Jena, den: 02.10. 2017