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Zinkhydroxid

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]>
Gefahrensymbol
Achtung
H- und P-Sätze H: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
P:
  • Freisetzung in die Umwelt vermeiden.
  • Verschüttete Mengen aufnehmen.
  • ​Inhalt / Behälter … zuführen.(Die vom Gesetzgeber offen gelassene Einfügung ist vom Inverkehrbringer zu ergänzen)
[2]

Zinkhydroxid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Hydroxide mit der Formel Zn(OH)2. Es ist ein unbrennbares, farbloses und geruchloses Pulver, welches in Wasser schwer löslich ist.

Kristallstruktur
Kristallstruktur von Zinkhydroxid
_ Zn2+ 0 _ O0 _ H+
Allgemeines
Name Zinkhydroxid
Andere Namen
  • Zink(II)-hydroxid
  • ZINC HYDROXIDE (INCI)[1]
Verhältnisformel Zn(OH)2
Kurzbeschreibung farbloses, geruchloses Pulver[2]
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 20427-58-1
EG-Nummer 243-814-3
ECHA-InfoCard 100.039.816
PubChem 9812759
ChemSpider 7988510
Eigenschaften
Molare Masse 99,41 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 3,11 g/cm3[2]
Schmelzpunkt 134 °C[2]
Löslichkeit schwer löslich in Wasser (648 mg/l bei 20 °C)[2]

Vorkommen

Zinkhydroxid kommt natürlich in drei seltenen Wülfingit (orthorhombisch), Ashoverit und Sweetit (beide tetragonal). Es entsteht weiterhin bei der Entladung in Alkali-Mangan-Batterien und ist einer der Hauptbestandteile von Weißrost.

Gewinnung und Darstellung

Zinkhydroxid kann durch Reaktion von Zink(II)-chlorid mit Natriumhydroxid gewonnen werden.[3]

{\displaystyle \mathrm {ZnCl_{2}+2\ NaOH\longrightarrow Zn(OH)_{2}+2\ NaCl} }

Allgemein fällt Zinkhydroxid als gallertartige Masse aus Lösungen aus, die sowohl Zn2+ als auch (OH)-Ionen enthalten. Dies wird zum Nachweis von Zink-Kationen verwendet.

Eigenschaften

Zinkhydroxid ist (wie viele Metallhydroxide) schwer in Wasser löslich. Es ist ein amphoteres Hydroxid, also sowohl im sauren, als auch im alkalischen Medium löslich. In Säuren löst es sich unter Bildung von [Zn(H2O)6]2+-Ionen, in konzentrierten Basen unter Bildung von Hydroxozinkat-Ionen [Zn(OH)4]2−.[4] Es besitzt eine orthorhombische Kristallstruktur mit der Raumgruppe P212121 (Raumgruppen-Nr. 19), a = 5,17 Å, b = 8,55 Å, c = 4,93 Å[3], wobei jedoch noch fünf andere kristalline Formen existieren, die jedoch instabil sind und unter Normbedingungen in Zinkhydroxid (genauer ε-Zinkhydroxid) übergehen.[5] Die bei der Auflösung von Zinkhydroxid theoretisch entstehenden Oxo- und Hydroxosäuren von Zink werden als Zinkate bezeichnet.

Verwendung

Zinkhydroxid kann zur Herstellung von Zinkoxid verwendet werden.


Einzelnachweise

  1. Eintrag zu Extern ZINC HYDROXIDE in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 29. März 2026.
  2. Hochspringen nach: a b c d e f Eintrag zu Extern Zinkhydroxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, abgerufen am am 29. März 2026. (JavaScript erforderlich)
  3. Hochspringen nach: a b Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1026.
  4. Erwin Riedel: Anorganische Chemie. 6. Auflage, ISBN 978-3-11-018168-5.
  5. Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3.
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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 29.03. 2026