Amphoter

Chemie

Die einfachste Aminosäure (Glycin, links) bildet z. B. sowohl mit Natronlauge als auch mit Salzsäure ein Salz.

Als Amphoter (von altgriechisch ἀμφοτέρως, amphotéros „auf beiderlei Art“) bezeichnet man in der Chemie einen Stoff, der – je nach Milieu oder Reaktionspartner – in der einen oder anderen Weise reagiert.

Als amphotere Hydroxide bezeichnet man jene Hydroxid-Verbindungen, die sowohl im sauren als auch im alkalischen Medium löslich sind:

Hydroxid im Sauren gelöst im Basischen gelöst
Kupfer(II)-hydroxid: Cu(OH)2 Cu2+ [Cu(OH)4]2−
Zinnhydroxid: Sn(OH)2/4 Sn2+/4+ [Sn(OH)4/6]2−
Antimonhydroxid: Sb(OH)3/5 Sb3+/5+ [Sb(OH)4/6]
Aluminiumhydroxid: Al(OH)3 Al3+ [Al(OH)4]
Chrom(III)-hydroxid: Cr(OH)3 Cr3+ [Cr(OH)6]3−
Bleihydroxid: Pb(OH)2 Pb2+ [Pb(OH)3]
Zinkhydroxid: Zn(OH)2 Zn2+ [Zn(OH)4]2−
Berylliumhydroxid: Be(OH)2 Be2+ [Be(OH)4]2−

Physik

In der Festkörperphysik werden beim Dotieren diejenigen Dotanden als amphoter bezeichnet, die sowohl als Akzeptor als auch als Donator wirken können.

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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 15.10. 2020