Satz von der monotonen Konvergenz
Der Satz von der monotonen Konvergenz, auch Satz von Beppo Levi genannt (nach Beppo Levi), ist ein wichtiger Satz aus der Maß- und Integrationstheorie, einem Teilgebiet der Mathematik. Er trifft eine Aussage darüber, unter welchen Voraussetzungen sich Integration und Grenzwertbildung vertauschen lassen.
Mathematische Formulierung
Sei
ein Maßraum. Ist
eine Folge nichtnegativer, messbarer
Funktionen
,
die μ-fast
überall monoton
wachsend gegen eine messbare Funktion
konvergiert,
so gilt
Variante für fallende Folgen
Ist
eine Funktionenfolge nichtnegativer, messbarer Funktionen
mit
,
die μ-fast überall monoton fallend gegen eine messbare Funktion
konvergiert, so gilt ebenso
Beweisidee
Dass die rechte Seite kleinergleich der linken ist, folgt aus der Monotonie des Integrals. Für den Beweis maßgeblich ist also die andere Richtung: Diese lässt sich etwa zuerst für einfache Funktionen zeigen und von da aus auf allgemeine messbare Funktionen übertragen.
Wahrscheinlichkeitstheoretische Formulierung
Sei
ein Wahrscheinlichkeitsraum
und
eine nichtnegative, fast sicher monoton wachsende Folge von Zufallsvariablen, dann
gilt für ihre Erwartungswerte
.
Eine analoge Aussage gilt auch für bedingte
Erwartungswerte: Ist
eine Teil-
-Algebra
und
integrierbar, so gilt fast sicher
Anwendung des Satzes auf Funktionenreihen
Sei
wieder ein Maßraum. Für jede Folge
nichtnegativer, messbarer Funktionen
gilt
Dies folgt durch Anwendung des Satzes auf die Folge
der Partialsummen. Da die
nichtnegativ sind, ist
monoton wachsend.
Siehe auch
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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 30.01. 2019