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Zeaxanthin

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[4]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[4]

Zeaxanthin ist ein natürlicher, orangegelber Farbstoff, der in Pflanzen und Tieren bei Reaktionen auf Lichtstrahlung eine Rolle spielt. Chemisch ist Zeaxanthin ein Xanthophyll, ein sauerstoffhaltiges Carotinoid („oxidiertes β-Carotin“). Die Substanz ist als E 161h in der Europäische Union als Futtermittelzusatzstoff zugelassen.

Vorkommen

Strukturformel
Struktur von Zeaxanthin
Allgemeines
Name Zeaxanthin
Andere Namen
  • E 161h (Futtermittel)[1]
  • all-trans-(3R,3′R)-β-Carotin-3,3′-diol
  • C.I. 75137
  • ZEAXANTHIN (INCI)[2]
Summenformel C40H56O2
Kurzbeschreibung orangegelbe Kristalle von stahlblauem, metallischem Glanz[3]
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Extern 144-68-3
EG-Nummer 205-636-4
ECHA-InfoCard 100.005.125
PubChem Extern 5280899
DrugBank Extern DB11176
Eigenschaften
Molare Masse 568,89 g/mol
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt 215 °C[3]
Löslichkeit
Maiskolben
Gelber Kanarienvogel

Natürlich kommt Zeaxanthin als gelber Farbstoff in Maiskörnern, Spinat, Eigelb und vielen Gemüsearten vor. Weiterhin findet man Zeaxanthin in den gelben Federn von Kanarienvögeln.[5]

Gewinnung und Darstellung

Zeaxanthin kommt zwar in einigen Pflanzen vor, wird aber für medizinische Zwecke und als Lebensmittelfarbstoff auch synthetisch hergestellt.

Eigenschaften

Chemische Eigenschaften

Zeaxanthin gehört zur Gruppe der Xanthophylle, die eine Gruppe der Carotinoide sind. Die Verbindung ist schwer löslich in Petrolether und Wasser (< 1 mg/l bei 20 °C), jedoch löslich in Methanol, Essigsäureethylester und Chloroform. Zeaxanthin besitzt strukturelle Ähnlichkeit zu Carotinen wie Beta-Carotin.


Isomerie

Zeaxanthin besitzt zwei Chiralitätszentren und drei Isomere:

Das (3R,3′R)-Isomer kommt in der Natur am häufigsten vor. Das zweithäufigste Isomer ist meso-Zeaxanthin.

Verwendung

Zeaxanthin findet Verwendung als:

Biologische Bedeutung

Zeaxanthin kommt zusammen mit seinem Isomer Lutein als Pigment in der Retina vor, besonders im Gelben Fleck (Macula lutea), und schützt die Netzhaut als Filter vor zu hoher Lichteinstrahlung. In letzter Zeit gewinnt Zeaxanthin in der Medizin zunehmend an Interesse, da es möglicherweise bei bestimmten Formen von retinalen Degenerationen, insbesondere bei der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), eine schützende Wirkung besitzen könnte, die auf der antioxidativen Wirkung der Verbindung beruht.

In Pflanzen spielt Zeaxanthin eine wichtige Rolle bei der Umwandlung von Licht in Wärme, damit die Pflanze bei hoher Strahlungsintensität keinen Schaden nimmt (Xanthophyllzyklus).

Fertigpräparate

z. B.: Avilut, Ocuvite, Augenfit Kapseln usw.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Register of Feed Additives pursuant to Regulation (EC) No 1831/2003. (pdf) Annex I: List of additives. In: Europäische Kommission. European Union, 2021, S. 107, abgerufen am 21. November 2021.
  2. Eintrag zu Extern ZEAXANTHIN in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am am 22. Januar 2026.
  3. Hochspringen nach: a b c d Eintrag zu Extern Zeaxanthin. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am am 22. Januar 2026.
  4. Hochspringen nach: a b Datenblatt Extern Zeaxanthin bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 22. Januar 2026 ( Extern PDF).
  5. Joachim Buddrus, Bernd Schmidt: Grundlagen der Organischen Chemie, 5. Auflage, de Gruyter Verlag, Berlin, 2015, S. 843, ISBN 978-3-11-030559-3.
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Basierend auf einem Artikel in: Extern Wikipedia.de
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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 22.01. 2026