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Messwert

Ein Messwert ist der Wert einer Messgröße, der von einem Messgerät oder einer Messeinrichtung geliefert wird.

Angabe eines Messwertes

Der Messwert wird für eine quantitative Aussage über eine Messgröße bestimmt, das ist diejenige physikalische Größe, der die Messung gilt (DIN 1319). Der spezielle Wert der Messgröße wird durch das Produkt aus Zahlenwert und Einheit ausgedrückt (auch DIN 1313).

Einheit

Einheiten, zur Unterscheidung oft Maßeinheiten genannt, sind international vereinbarte, national gesetzlich festgelegte und in DIN 1301 in die Normung aufgenommene Werte von physikalischen Größen mit dem Zweck, dass alle anderen Werte dieser Größe als Vielfaches der Einheit anzugeben sind.

Zahlenwert

Nach DIN 1301 sollen Zahlenwerte zwischen 0,1 und 1000 liegen. An Stelle größerer oder kleinerer Werte sollen Vorsätze für Maßeinheiten verwendet werden, die ebenfalls in der Norm aufgelistet sind.

Beispiele

Statt soll geschrieben werden
20 000 m oder 2 · 104 m 20 km
0,002 m oder 2 · 10−3 m 2 mm
2,2 · 10−10 F 0,22 nF oder 220 pF

Dabei soll die höchstwertige Stelle, die von Fehlergrenze oder Messunsicherheit (siehe unten) betroffen ist, die Einerstelle oder eine Nachkommastelle sein (DIN 1333); dadurch werden nur signifikante Stellen angegeben.

Beispiele

Statt soll geschrieben werden
(220 ± 40) pF (0,22 ± 0,04) nF
(220 ± 4) V (keine Änderung angebracht)

Gewinnung eines Messwertes

Der Messwert wird bei direkter Ausgabe des Messgerätes oder der Messeinrichtung geliefert

Bei indirekter Ausgabe wird der Messwert durch ein

Analog- oder Digitalsignal

geliefert, vorzugsweise als

elektrische Spannung oder elektrischer Strom, aber auch als Zeitspanne, Anzahl von Spannungsimpulsen usw.

zur Weiterverarbeitung in einer Messkette, Steuerungs-, Regelungs- oder Datenverarbeitungsanlage. Dann wird der Messwert dem Menschen gar nicht mitgeteilt, oder erst nach Umformung oder Umrechnung wird er in ablesbare Form gebracht.

Qualität eines Messwertes

Messwerte sind immer mit Messabweichungen behaftet. DIN 1319 unterscheidet zwischen zufälliger und systematischer Messabweichung.

So ist eine Messung, die die Fallbeschleunigung zu (9,8 ± 1,0) m/s2 bestimmt, recht ungenau, da aus der Messung lediglich geschlossen werden kann, dass der wahre Wert mit einer gewissen statistischen Sicherheit im Bereich von 8,8 m/s2 bis 10,8 m/s2 liegt. Der wahre Wert ist dabei aber unbekannt. Die Tatsache, dass der Wert 9,8 m/s2 mit dem Wert aus der Literatur erstaunlich gut übereinstimmt, ist aus dem angegebenen Ergebnis nicht erkennbar. (Wenn man den Wert aus der Literatur kennen würde, wäre die Messung ja auch überflüssig.)

Randbedingungen

Je nach Umständen gehören zum Messwert weitere Angaben wie Art des Messgeräts oder die Umweltbedingungen, auch die Position der Messstelle und Datum/Uhrzeit.

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Basierend auf einem Artikel in: Wikipedia.de
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Datum der letzten Änderung:  Jena, den: 27.09. 2020