Die Entwicklung der Luftfahrt in Deutschland


Fahrplan / Konzept

In Stichpunkten:


 

In der Entwicklung der Luftfahrt Deutschlands gibt es drei große einschneidende Marksteine. In Folge der Niederlagen in den zwei verhehrendensden Kiege der Menscheit wurde die deutsche Industrie jeweils fast bis zur Liquidation zu Reperationsleistungen und mit Produktionsverboten belegt.
Wobei nach dem Zweiten Weltkrieg es zu einer über 40 Jahre währenden politisch-ökonomischen und territorialen Spaltung des Landes gekomen ist.


Diese Einschnitte in der historischen Entwicklung sollen auch als Kapitel im weiteren dienen.

Eine Übersicht deutscher Flugzeugproduzenten finden Sie hier.

Eines der schwärzesten Kapitel der deutschen und internationalen Luftfahrt fällt in die Zeit zwischen 1933 und 1945.


 

Entwicklung nach 1945

Noch mehr als in anderen Staaten ist die Entwicklung der Luftfahrt nach 1945 vom Nachbau aus anderen Staaten gekennzeichnet.
Dies war bedingt durch Kriegszerstörungen.
Verfassung der DDR vom 07.10.1949 Grundgesetz der BRD vom 23.05.1949 Für die Entwicklung einer modernen Luftfahrt war 1949 die Ausgangslage mehr als bescheiden. Durch die Zerstörungen durch den Weltkrieg war Deutschland faktisch ohne nennenswerte eigene verarbeitende Industrie. Das Transportwesen war zerschlagen.


Die Auflagen aus den verschiedenen durch die Alliierten getroffenen Vereinbarungen:

ließen keine sofortige Weiterführung des Flugzeugbaues und der Luftfahrt zu.

Deutschland war nach der bedingungslosen Kapitulation vom 8. Mai 1945 jede Betätigung auf dem Sektor der Luftfahrt untersagt, d.h. Motorflug, Segelflug und Fallschirmabsprung. Dazu wurde auf der Potsdamer Konferenz (17. Juli - 2. August 1945) beschlossen, einen Kontrollrat für Gesamtdeutschland einzusetzen, der in erster Linie ein Wiedererstarken (Wiederbewaffnung) Deutschlands verhindern und dies auch kontrollieren sollte. Das Gebiet der vier Besatzungszonen wurde zu einem "Niemandsland" des Luftverkehrs, in dem nur die Militärflugzeuge der Siegermächte verkehrten.

Mit Wirkung von 05.06.1945 bilden die Alliierten 2 Gremien die die Geschicke des deutschen Volkes zunächst lenken sollen. Das sind:
1. der Rat der Außenminister
2. der alliierte Kontrollrat
Der alliierte Kontrollrat übernimmt im Auftrage ihrer Regierungen die oberste Regierungsgewalt in Deutschland. Den einzelnen nationalen Vertretern stehen als deren Chefs vor:
Marschall der Sowjetunion G.K.Shukow für die UdSSR
Armeegeneral D.D. Eisenhower für die USA
Feldmarschall L. Montgomery für Großbritannien
Armeegeneral J.M. Gabriel de Lattre de Tassigny für Frankreich

Die Hauptaufgabe ist so formuliert: Demilitarisierung - Denazifizierung - Demokratisierung

Auf dem gesamten Gebiet Deutschlands wurden alle Betiebe der Luftfahrt durch die jeweiligen Besatzungsmächte zu Reperationsleistungen herangezogen. Das staatliche Luftfahrtunternehmen "Deutsche Lufthansa AG" wurde durch die Siegermächte aufgelöst und die deutsche Verkehrsfliegerei verboten.

Hinzu kommen noch die Maßnahmen der Siegermächte im Zuge von Reperationsleistungen alle noch verfügbaren Unterlagen und Spezialisten in die jeweiligen Länder zu überführen.
Im mitteldeutschen Raum wurde eben erstmal alles Erreichbare durch amerikanische Spezialeinheiten abtransporiert, und nach Übergabe an die sowjetischen Truppen, kamen deren Spezialeinheiten.

In den Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das politische Machtgefüge immer stärker durch zwei sich herausbildende Blöcke unter der Führung der USA und der UdSSR bestimmt. Während die Sowjetunion durch die Veränderungen in Europa und den Beginn des Zusammenbruchs des Kolonialsystems eine weltweite Verbreitung des Sozialismus kommen sah, setzte die USA alles daran, dies zu verhindern und ihre Vorstellungen über eine Demokratisierung der Welt durchzusetzen. Durch militärische Konfrontationen (z.B. der Koreakrieg) und politische Machtdemonstrationen sah sich jede Seite von der anderen bedroht. Gleiches praktizierten die Großmächte auch in Deutschland. Auf diesem ,,Testgelände" kam es zu den ersten Kraftproben hart an der Schwelle eines Krieges (z.B.die Luftbrücke 1948). Die nun folgende Einbeziehung beider deutscher Staaten in die militärische Konfrontation führte mit zu einem Phänomen, das heute als ,,Kalter Krieg" bezeichnet wird.

Splitter zwischen 1945 und 1949:

Mit dem Vollzug der staatlichen und territorialen Teilung 1949 wird die Entwicklung eigentlich noch unübersichtlicher. Die Großmächte unternehmen alles um ihren Einfluß zu sichern.
Schon im Oktober 1947 war auf amerikanischer Seite die Entscheidung gefallen, der der American Bank Note Company einen Druckauftrag für die neuen Banknoten zu erteilen. Der Notendruck war im März 1948 abgeschlossen. Für die sowjetische Besatzugszone wurden im Laufe des Jahres 1947 Kupons gedruckt, die nach der Währungsreform auf westlicher Seite in Ostdeutschland rasch auf die Reichsmarkscheine geklebt wurden.
Spätestens mit der Reede Churchils in Fulton (Missouri)/USA am 05.03.1946 war der sich im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges spürbare "Kalte Krieg" ausgerufen und Realität.
Die deutschen Staaten gehörten zwei unterschiedlichen politischen und sozial-ökonomischen Lagern an.

Was ab diesem Zeitraum in der Mitte Europas, an der sensiblen Grenze zwischen den zwei feindlichen Machtblöcken geschah, wurde weder an der Spree noch am Rhein eintschieden. Diese Entscheidungen trafen die Großmächte und niemand sonst. Zitat: M. Wolf

Eruopa - Schnittpunkt der Allianzen

In einer Erklärung vor dem Deutschen Bundestag am 21. Oktober 1949 stellte Bundeskanzler Konrad Adenauer aus Anlass des Inkrafttretens der Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik einen Alleinvertretungsanspruch für das gesamte deutsche Volk fest.

Auch die erste Verfassung der DDR vom 7. Oktober 1949 stellte fest, dass Deutschland eine unteilbare Republik sei und es nur eine einzige deutsche Staatsangehörigkeit gebe.

Standorte: vergleiche Flugplätze in Deutschland

Im Osten Deutschlands

In enger Verbindung mit der sowjetischen Besatzungsmacht setzte die Moskauer Fraktion unter Walter Ulbricht ab 194/148 endgültig das stalinistisch geprägte Sozialismusmodell auch in der SED durch. Nach der Gründung der DDR forderte er „wie in der Machtfrage insgesamt auch in der Militärfrage keine Halbheiten" zuzulassen. Dazu gehörte auch der Aufbau einer entsprechenden bewaffneten Macht.

Mit Rücksicht auf das Potsdamer Abkommen wurde die HVA als sicherheitspolizeiliche Reserve des Innenministeriums getarnt. Faktisch bildeten der Stab und die Einheiten der Hauptverwaltung Ausbildung die Ausgangsformationen für die zukünftige Armee der DDR. Weitere Schritte in diese Richtung erfolgten mit der Bildung der Seepolizei im Juni 1950 und ein halbes Jahr später, am 31. Oktober, mit dem Aufbau der Dienststelle HVA/Referat z.b.V. (zur besonderen Verwendung) (Luft) in Berlin-Adlershof. Die Führungspositionen übernahmen in der Regel langjährige Mitglieder der KPD, denen man als zuverlässig eingestufte jüngere SED-Mitglieder zur Seite stellte. Das militärische Fachwissen stand dabei an zweiter Stelle

Fliegerische Aktivitäten beginnen in der DDR 1950. Unter Führung der FDJ und der GST beginnt der Segelflugsport.

Am 20.09. 1955 wird der Staatsvertrag zwischen der UdSSR und der DDR unterzeichnet. Damit wird der DDR die Verantwortung für ihren militärischen Schutz übertragen.

Der zivile Luftverkehr beginnt in der DDR im Mai 1954 mit der Gründund der "Deutschen Lufthansa der DDR". Mit der formellen Übergabe der Suveränität und damit Lufthoheit durch die sowjetischen Behörden an die DDR im Jahre 1955 ist auch der Betrieb von Motorflugzeugen gestattet. Selbst die Maschinen der Volkspolizei Luft tragen bis dahin zumindestens den roten Stern.
Am 10. September 1958 wird die INTERFLUG GmbH als Charterflug-Unternehmen gegründet. Am 1. September 1963 ist es endgültig: die Deutsche Lufthansa der DDR stellt den Betrieb ein. Den Rechtsstreit hat die Lufthnsa AG der BRD gewonnen.

Kurzer Abriß zur Geschichte der Interflug GmbH. Seit 1984 arbeiten die beiden deutschen Staatsluftfahrtgesellschaften zusammen. Sichtbarer Ausdruck ist der Messeflugverkehr zwischen Köln/Bonn und Leipzig.
Interflug zur Wende
Informationen über die LSK/LV der DDR.

Im Westen Deutschlands

Mit der Gründung der BRD am 14. August 1949 erhielt der westliche Teil Deutschlands wieder ein Verkehrsministerium. Da das Potsdamer Abkommen nach wie vor in Kraft war, übten die alliierten Kommissare aber nach wie vor die alleinige Lufthoheit über den Luftraum der BRD aus.
Im Oktober 1950 wird in Bonn das "Amt Blank" geschaffen. Dessen Aufgabe ist es die Wiederbewaffnung und die Aufstellung der Bundeswehr vorzubereiten.
In der BRD wird am 6. August 1954 die Deutsche Lufthansa AG mit Sitz in Köln gegründet.

Am 7.6. 1955 geht aus dem "Amt Blank" das Bundesministerium für Verteidigung hervor. Damit sind die formalen Voraussetzungen für die Gründung der Bundwswehr im November 1955 geschaffen.



 

Entwicklung nach 1989

Der erste Eindruck der hier entsteht, es ist alles reine Freude über die widergefundenen Brüder und Schwestern. In einer gemeinsamen Presseerklärung als HTML oder Presseerklärung als PDF stellen Lufthansa und INTERFLUG ihre geplante weitere Zusammenarbeit vor.
Sehrbald sollte jedoch klar werden hier ging und geht es nicht nur ums Geschäft. Hier spielen machtpolitische und ideologische Vorbehalte eine große Rolle.
Es erwies sich, Deutschland ist zu klein für zwei Luftverkehrsgesellschaften, die einen weltweiten Service anbieten. Das Osteuropageschäft versprach gute Kapitalverwertungsaussichten und Interflug war eindeutig der kleinere "Partner". Im Mai 1991 wurde Interfug so gründlich abgewickelt, daß die Staatsanwaltschaft die Sache im Nachgang untersuchen mußte.



 
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Datum der letzten Änderung:  Jena, den: 03.10. 2016