Sergei Pawlowitsch Koroljow

Сергей Павлович Королёв

sowjetischer Raketen-Konstrukteur

geboren: 12. Januar 1907 in Schytomyr, Gouvernement Wolhynien
gestorben: 14. Januar 1966 in Moskau

In Odessa Lehre als Maurer und Dachdecker. Er studierte ab 1925 zunächst am Polytechnischen Institut Kiew und ab 1926 an der Moskauer Technische Hochschule Flugzeugbau. Schon früh zeigte Koroljow Interesse an der Luftfahrt und arbeitete neben seinem Beruf ab Juni 1923 im örtlichen Segelflugzeugclub OAWUK, wo er mit 17 Jahren sein erstes Segelflugzeug K-5 konstruierte.
In den 1930er Jahren begann Koroljow im Rahmen der MosGIRD mit dem Bau von Raketen. Nach seinem Studium wandte er sich der Raktenentwicklung zu, erst bei der GIRD (Gruppe zur Erforschung von Rückstoßantrieben), dann beim Forschungszentrum für Rückstoßantriebe RNII, das 1933 aus der Zusammenlegung des Gasdynamiklabors GDL und des GIRD entstand; wo er aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten schnell aufstieg.

In Moskau und entdeckt die Schriften von Konstantin E. Ziolkowski, dem Großvater der Kosmonaunautik. Er baute 1929 seinen ersten Amateursegler und bestand 1930 seinen Pilotenschein.

Im Juni 1938 wurde Koroljow aufgrund einer Denunziation vom NKWD verhaftet und nach Sibirien deportiert.
Koroljow verdankt sein Überleben dem berühmten Flugzeugbauer Andrej N. Tupolew.
Zwischen 1942 und 1945 arbeitete Koroljow in einem Flugzeugwerk. Koroljow wurde erst 1944 formal aus der Haft entlassen und erst 1957, 19 Jahre nach seiner Verhaftung, rehabilitiert.

Seine R-7-Rakete besteht in modifizierter Form als Sojus bis heute weiter, sie ist die mit großem Abstand meistgeflogene Weltraumrakete der Welt.


 
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Datum der letzten Änderung:  Jena, den: 16.11. 2018