Heinrich Heine

eigentl.: Harry Heine

deutscher Dichter

geboren: 13. Dezember 1997 in Düsseldorf
gestorben: 17. Februar 1856 in Paris


Heine war Sohn eines jüdischen unbemittelten Textilkaufmanns. Nach dem Besuch des Lyzeums in Düsseldorf (1810/14) begann er eine kaufmännische Lehre in Frankfurt und ab 1816 bei seinem Onkel Samuel Heine in Hamburg. 1818 mit dessen finanzieller Unterstützung Einrichtung eines Manufakturwarengeschäftes, das nach kurzer Zeit in Konkurs ging.

1819 beginnt Heine ein Jurastudium in Bonn. Dabei hörte er vor allem Literaturvorlesungen bei A.W. Schlegel, der ihn auch zu ersten dichterischen Veruchen ermutigte.

Unter dem Pseudonym Sy Freudhold Riesenharf veröffentlichte Heine im Februar 1817 erste Gedichte. 1820 bot er von Göttingen aus die gewachsene Gedichtsammlung Brockhaus in Leipzig zum Druck an. Aber Brockhaus lehnte ab. Nach seiner Umsiedelung nach Berlin (wegen eines studentischen Ehrenhandels) erschien in der Maurischen Verlagsbuchhandlung im Dezember 1821 (mit der Jahreszahl 1822) ein schmales Bändchen mit dem Titel "Gedichte". Dieses Bändchen brachte Heine zwar keinen Heller Honorar, wohl aber ließ es die literarische Öffentlichkeit aufmerken.

Ab 1825 konnte Heine erste Erfolge als Dichter feiern. Dazu trugen die Gedichtsammlung "Buch der Lieder" (1827) und seine "Reisebilder" bei. Letztere erschienen zwischen 1826 und 1831 und waren eine virtuose Mischung aus Naturschilderung, Essay, Selbstbetrachtung und Dichtung. Sie wurden auch ein wirtschaftlicher Erfolg. Im selben Jahr begann seine Geschäftsbeziehung zu dem Hamburger Verlag Hoffmann und Campe. Julius Campe sollte bis zu Heines Tod sein Verleger bleiben.

Im Februar 1848, als die Revolution in Paris ausbricht, erleidet Heine einen Zusammenbruch. Fast vollständig gelähmt, muss er die acht Jahre bis zu seinem Tod bettlägerig in der von ihm so bezeichneten "Matratzengruft" verbringen. 1856 stirbt Heine in Paris.

Doch die Anfeindungen und Ausgrenzungen setzten sich auch im 20. Jahrhundert fort. Heines Geburtsstadt Düsseldorf stiftete dem Dichter erst 1981 ein Denkmal. Er dagegen ahnte wohl, dass er seinem Vaterland mit dem "Wintermärchen" eines gesetzt hatte, das über die Jahre Bestand hatte.



 
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Datum der letzten Änderung:  Jena, den: 01.11.2011