Johannes Gustav Paul Grade

deutsche Flugzeug- und Flugmotorenkonstrukteur

geboren: 17.Mai 1879 Köslin (Koszalin/Polen)
gestorben: 22. Oktober 1946 Bork

1. Febr. 1910 als Pilot Nr. 2 die deutsche Flugzeugführererlaubnis
1912 Kronenorden 4. Klasse

Hans Grade studierte Maschinenbau an der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg. Es gelang ihm einen Zweitaktmotor zu konstrieren, der so ziemlich mit allem gespeist werden konnte, was flüssig und brennbar war.Das Patent ermunterte ihn im Jahre 1905 in Magdeburg die "Grade-Motorenwerke" zu gründen.
Zum Flugzeugkonstrukteur und Flieger wurde er während seiner Militärzeit.
1907 begann er mit dem Bau seines ersten Dreidecker-Flugzeugs mit Sechs-Zylinder-Zweitaktmotor und unternahm am 28. Oktober 1908 seinen ersten Flug auf dem Cracauer Anger bei Magdeburg. In etwa acht Metern Höhe überwand er auf dem Flug 100 Meter. Der Flug endete mit einer Bruchlandung. Dies ist der erste Motorflug eines Deutschen mit einem in Deutschland gebauten Flugzeug.
Mit seinem Eindecker gelang es am 30. Oktober 1909 die Bedingungen des Lanz-Preises zu erfüllen.
Am 18. Februar 1912 eröffnete er die erste deutsche Luftpostlinie, die als privates Unternehmen allerdings nicht den Segen der preußischen Postverwaltung genoß.
Seit etwa 1910/11 entspricht das von Grade verwendete Konstruktionsprinzip nicht mehr dem technisch möglichem Stand. Im Ersten Weltkrieg erhält er nur Reperaturaufträge und nach dem Krieg zieht er sich aus dem Flugzeugbau zurück.
Etwa 80 Flugzeuge hatte Hans Grade bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges im seiner Fabrik in Bork gebaut. Aber erst mit der "Lanzpreis-Maschine" von 1909 kann man von einer Serien- und Variantenfertigung sprechen.

Später machte er den ersten Entwurf eines Kleinwagens und begann 1922 mit dessen Produktion. Es wurden bis 1927 bis zu 2000 Autos produziert. In Grades Automobilwerk wurden bis zu 800 Arbeiter beschäftigt. Im Jahr 1927 musste die Grade Automobilwerke AG wegen Kapitalschwierigkeiten geschlossen werden.


 
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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 20.07. 2024