Logo biancahoegel.de

Zinktellurid

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
Gefahrensymbol
Achtung
H- und P-Sätze H:
  • Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.
  • Gesundheitsschädlich bei Einatmen.
P:
  • Einatmen von Staub / Rauch / Gas / Nebel / Dampf / Aerosol vermeiden.
  • Nach Gebrauch … gründlich waschen.(Die vom Gesetzgeber offen gelassene Einfügung ist vom Inverkehrbringer zu ergänzen)
  • Bei Verschlucken: Bei Unwohlsein Giftinformationszentrum / Arzt / … anrufen.
  • Bei Einatmen: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen.
  • Bei Unwohlsein Giftinformationszentrum, Arzt oder … anrufen.
  • Inhalt / Behälter … zuführen. (Die vom Gesetzgeber offen gelassene Einfügung ist vom Inverkehrbringer zu ergänzen)"
[2]

Zinktellurid (ZnTe) ist eine kristalline Verbindung aus der Gruppe der Telluride, die aus Zink und Tellur mit einer (kubischen) Zinkblende-Kristallstruktur (Raumgruppe F43m (Raumgruppen-Nr. 216)) gebildet wird.

Kristallstruktur
Kristallstruktur von Zinktellurid
_ Zn2+ 0 _ Te2−
Allgemeines
Name Zinktellurid
Verhältnisformel ZnTe
Kurzbeschreibung rotbraune, rote Kristalle[1]
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Extern 1315-11-3
EG-Nummer 215-260-2
ECHA-InfoCard Extern 100.013.874
PubChem Extern 3362486
Eigenschaften
Molare Masse 192,97 g/mol
Aggregatzustand fest[1]
Dichte 6,34 g/m3 [2]
Schmelzpunkt 1240 °C[2]

Gewinnung und Darstellung

Zinktellurid kann im Vakuum direkt aus den Elementen bei 800–900 °C gewonnen werden.[3]

{\displaystyle \mathrm {Zn+Te\longrightarrow ZnTe} }

Eigenschaften

Zinktellurid ist ein graues Pulver, das beim Zerreiben rot wird. Unter Feuchtigkeitsausschluss ist es haltbar. Wasser und verdünnte Säuren zersetzen es unter Bildung von Tellurwasserstoff.[3]

In seiner kristallinen Form ist es ein direkter Halbleiter mit einem Bandabstand von 2,23 bis 2,25 eV und zählt zu den II-VI-Verbindungshalbleitern.

Verwendung

Zinktellurid lässt sich leicht dotieren und wird im Bereich der Optoelektronik zur Herstellung von blauen Leuchtdioden, Laserdioden und Solarzellen als Werkstoff verwendet.[4] Weiters findet es in Kombination mit Cadmiumtellurid (CdTe) bei pin-Dioden in elektronischen Hochfrequenzschaltungen Anwendung.

Zinktellurid dient in Kombination mit Cadmium als Basis für ternäre Halbleiter wie CdxZn(1−x)Te, welche eine Modellierung des Bandabstandes, und damit der optischen Eigenschaften, durch unterschiedliche Mischungsverhältnisse erlaubt.

Neben Lithiumniobat wird es im Bereich der nichtlinearen Optik zur Erzeugung von Terahertzstrahlung durch optische Gleichrichtung verwendet.


Verwandte Verbindungen

Einzelnachweise

  1. Hochspringen nach: a b Extern Zinc telluride bei webelements.com, abgerufen am 06. Januar 2025.
  2. Hochspringen nach: a b c d Datenblatt Extern Zinktellurid bei TermoFisher, abgerufen am 06. Januar 2025.
  3. Hochspringen nach: a b Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, SBN 3-432-87813-3, S. 1030.
  4. Nowshad Amin, Kamaruzzaman Sopian, Makoto Konagai: Numerical modeling of CdS/CdTe and CdS/CdTe/ZnTe solar cells as a function of CdTe thickness, Solar Energy Materials and Solar Cells, Vol. 91, Nr. 13, 15. August 2007, S. 1202–1208
Trenner
Basierend auf einem Artikel in: Extern Wikipedia.de
Seitenende
Seite zurück
© biancahoegel.de
Datum der letzten Änderung: Jena, den: 06.01. 2026