Friedrich Ludwig Gottlob Frege

deutscher Logiker, Mathematiker und Philosoph

geboren: 8. November 1848 in Wismar
gestorben: 26. Juli 1925 in Bad Kleinen

1874 Habilitation in Jana
1867 außerordentlichen Professor in Jena
1895 Mitglied der Leopoldina
1896 ordentlichen Honorarprofessor in Jena
1917 Emeritierung

Frege besuchte das Gymnasium Große Stadtschule Wismar. Im Jahre 1869 begann Frege 1869 sein Studium an der Universität Jena. Hier lehrten unter anderem Ernst Abbe, der Frege in seiner wissenschaftlichen Karriere unterstützte, und der Philosoph Kuno Fischer, mit dessen Ideen Frege sich intensiv auseinandersetzte.

1871 wechselte Frege an die Universität Göttingen, wo er 1873 seine Doktorarbeit über eine geometrische Darstellung der imaginären Gebilde in der Ebene vorlegte. Frege kehrte nach Jena zurück, wo er sich 1874 bei Abbe über das Thema Rechnungsmethoden, die sich auf eine Erweiterung des Größenbegriffes gründen habilitierte. Er lehrte als Privatdozent.

Seine herausragende Leistung auf dem Gebiet der Logik besteht darin, als erster eine formale Sprache und, damit zusammenhängend, formale Beweise entwickelt zu haben. Er schuf dadurch eine wesentliche Grundlage für die heutige Computertechnik und Informatik, sowie für formale Methoden in der linguistischen Semantik.
Im Bereich der Philosophie waren seine sprachphilosophischen Betrachtungen außerordentlich einflussreich. Unmittelbar beeinflusst hat er u. a. Rudolf Carnap, der bei Frege studierte, Bertrand Russell und Ludwig Wittgenstein. Er gilt als einer der hauptsächlichen Wegbereiter der analytischen Philosophie, einer der wichtigsten Strömungen der Philosophie des 20. Jahrhunderts.

Frege schuf mit den "Grundgesetzen der Arithmetik" das erste vollständige Axiomensystem der klassischen Quantorenlogik; Mitbegründer der modernen mathematischen und formalen Logik. Sein 1882 "Über Sinn und Bedeutung" leitete die moderne Semantikforschung ein.

In Jena ist eine Straße nach Frege benannt.



 
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Datum der letzten Änderung:  Jena, den: 06.03. 2017