Leonhard Euler

Schweizer Mathematiker und Physiker

geboren: 15. April 1707 in Basel
gestorben: 7./ 18. September 1783

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Basel studierte er ab 1720 an der dortigen Universität.
1723 erlangte er durch einen Vergleich der newtonschen und cartesianischen Philosophie in lateinischer Sprache die Magisterwürde.
Am 17. Mai 1727 berief ihn Daniel Bernoulli an die Petersburger Akademie der Wissenschaften.

Ein Augenleiden führte 1740 zum rechtsseitigen Verlust des Augenlichtes.

1741 wurde er von Friedrich dem Grossen an die Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften berufen.

Nach 25 Jahren in Berlin kehrte er 1766 zurück nach St. Petersburg zurück.
1771 erblindete er vollständig. Trotzdem entstand fast die Hälfte seines Lebenswerks in der zweiten Petersburger Zeit.

1783 starb Euler an einer Hirnblutung und wurde neben seiner Frau auf dem lutherischen Smolensker Friedhof auf der Wassiljewski-Insel in Sankt Petersburg begraben. In der Sowjetzeit wurden seine sterblichen Überreste auf den Lazarus-Friedhof des Alexander-Newski-Klosters umgebettet.

Wissenschaftliche Leistungen

Mathematik

Ein grosser Teil der heutigen mathematischen Symbolik geht auf Euler zurück (z. B. e, π, i, Summenzeichen ∑, f(x) als Bezeichnung eines Funktionstermes). 1744 gab er ein Lehrbuch der Variationsrechnung heraus. Euler kann auch als einer der Begründer der Analysis angesehen werden. 1748 publizierte er das Grundlagenwerk Introductio in analysin infinitorum, in dem zum ersten Mal der Begriff Funktion die zentrale Rolle spielt.

Physik

In der Mechanik arbeitete Leonhard Euler auf den Gebieten der Hydrodynamik (Eulersche Gleichungen der Strömungsmechanik, Turbinengleichung) und der Kreiseltheorie (Eulersche Kreiselgleichungen). Die erste analytische Beschreibung der Knickung eines mit einer Druckkraft belasteten Stabes geht auf Euler zurück; er begründete damit die Stabilitätstheorie.


 
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Datum der letzten Änderung:  Jena, den: 30.07. 2016