Alessandro Giuseppe Antonio Anastasio Volta

italienischer Physiker

geboren: 18. Februar 1745 in Como
gestorben: 5. März 1827 ebenda

1778 Professor für Physik
1791 Mitglied der Londoner Royal Society
1810 Graf von Volta
1805 auswärtiges Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften
1819 Lehrstuhlinhaber für Experimentalphysik an der Universität Pavia

In Vorbereitung einer Juristenlaufbahn besuchte Volta von 1758 bis 1760 eine Jesuitenschule. Im Selbststudium beschäftigte er sich mit Büchern über Elektrizität und korrespondierte mit führenden Gelehrten. Der Turiner Physik-Professor Beccaria riet ihm, sich auf experimentelle Arbeit zu konzentrieren. 1769 veröffentlichte er seine erste physikalische Arbeit, die schon Kritik an den Autoritäten laut werden ließ.
1775 wuchs seine Bekanntheit durch die Erfindung des bald in ganz Europa benutzten Elektrophors, mit dem durch Influenz erzeugte statische Elektrizität erzeugt und transportiert werden konnte.

1792 erfuhr er von den Frosch-Experimenten des angesehenen Anatomen Luigi Galvani, die dieser auf animalische Elektrizität zurückführte. Volta erkannte aber die Ursache der Muskelzuckungen in äußeren Spannungen.
Seine größte und erfolgreichste Erfindung war jedoch die um 1800 konstruierte Voltasche Säule, die erste funktionierende Batterie (nachdem er schon in den 1790er Jahren elektrische Spannungsreihen verschiedener Metalle untersucht hatte).

Seine Karriere hatte die wechselnden Herrschaftsverhältnisse unbeschadet überstanden – er war sowohl bei den Habsburgern als auch bei Napoleon in Gunst.

Im 19. Jahrhundert wurde Volta mit der höchsten Auszeichnung, die einem Physiker vermutlich zuteilwerden kann, geehrt: Zu seinen Ehren wurde die Maßeinheit für die elektrische Spannung international mit der Bezeichnung Volt betitelt. Vorgeschlagen wurde dies zuerst 1861 von einem Komitee der British Association for the Advancement of Science.


 
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Datum der letzten Änderung:  Jena, den: 07.06. 2016