Sergei Konstantinowitsch Tumanski

Сергей Константинович Туманский

sowjetischer Triebwerkskonstrukteur

geboren: 21. Mai 1901 in Minsk
gestorben: 9. September 1973 in Moskau

1946 Staatspreis
1957 Held der sozialistischen Arbeit; Leninpreis
vierfacher Träger des Leninordens
26. Juni 1964 Mitglied der Akademie der Wissenschaften

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Während der Oktoberrevolution und im anschließenden Bürgerkrieg war Tumanski als Motorenwart für Militärflugzeuge tätig, unter anderem auch in der mit schweren "Ilja Muromez"-Bombenflugzeugen ausgerüsteten Abteilung "Grom".

Nach Absolvierung eines Technikerlehrgangs an der militärtechnischen Schule in Petrograd diente er noch eine zeitlang bei den Luftstreitkräften, bevor er an der Militärakademie für Ingenieure der Luftstreitkräfte "Prof. N. J. Schukowski" in Moskau ein Studium begann.

Nach dessen Beendigung arbeitete Tumanski von 1931-1938 und dann wieder 1940 im Zentralinstitut für Flugmotoren, das zum Flugmotorwerk 29 gehörte. Dort entwickelte er den Doppelsternmotor M-88 zur Serienreife, der unter anderem im Bombenflugzeug Il-4 zum Einsatz kam. 1943 wurde Tumanski zweiter Mann im OKB von Alexander Mikulin. 1955 wurde er zum Chefingenieur ernannt und im Jahr darauf zum Generalingenieur. Diese Position übte er bis zum Jahre 1973 aus.

Tumanski nahm wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung von Strahltriebwerken für überschallschnelle Flugzeuge. So entwickelte er unter anderem die Triebwerke für die MiG-21, das Tumanski R-11 F-300, und für die Mach 3+ schnelle MiG-25, das Tumanski R-15.



 
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Datum der letzten Änderung:  Jena, den: 06.02.2011