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Glycosyltransferasen

Glycosyltransferasen
Glycosyltransferasen
(a) Enzym GTA (produziert das Blutgruppen A-Antigen)
(b) Enzym GtfB (glycosyliert Vancomycin)
Enzymklassifikation
EC, Kategorie
Reaktionsart Übertragung einer Monosaccharid-Einheit (Donator-Akzeptor-Prinzip)
Substrat {\displaystyle \mathrm {A{-}X+B} }
Produkte {\displaystyle \mathrm {A+B{-}X} }
Vorkommen
Übergeordnetes Taxon Lebewesen

Glycosyltransferasen (lat. transferre ‚hinübertragen‘) sind Enzyme vom Typ der Transferasen, die als Katalysatoren Monosaccharid-Einheiten eines aktivierten Kohlenhydrats, sogenannte Glycosylreste, auf ein Akzeptor-Molekül, üblicherweise einen Alkohol, übertragen (Donator-Akzeptor-Prinzip). Diese Reaktionen laufen normalerweise als posttranslationale Modifikationen bei der Proteinbiosynthese von Glycoproteinen entweder als N-Glycosylierung im endoplasmatischen Retikulum oder als O-Glycosylierung im Golgi-Apparat ab.

Auch die Glycosylierung von Glycolipiden (beispielsweise von Cerebrosiden und Gangliosiden) wird durch Glycosyltransferasen katalysiert.

Das menschliche Genom beherbergt Gene für mindestens 250 verschiedene Glycosyltransferasen.[1] In der Mehrzahl sind diese in drei Enzymfamilien beheimatet.[2] Mit der Enzymausstattung zur Glycosylierung, deren Funktionen und ihren Produkten beschäftigt sich die Glykomik.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ Gerald W. Hart, Ronald J. Copeland: Glycomics hits the big time. In: Cell. 143, Nr. 5, 2010, S. 672–676. doi: Extern 10.1016/j.cell.2010.11.008.
  2. ↑ J. Liu, A. Mushegian: Three monophyletic superfamilies account for the majority of the known glycosyltransferases. In: Protein Sci. 12. Jahrgang, Nr. 7, Juli 2003, S. 1418–1431, doi: Extern 10.1110/ps.0302103.


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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 30.10. 2026