Erze und Mineralien

Ein Erz ist ein Mineralgemenge, das aufgrund seines Metallgehaltes bergmännisch abgebaut wird. Es besteht aus metallhaltigen Erzmineralen (gelegentlich auch Erze genannt) und der nicht-metallhaltigen Gangart.
Erze sind natürlich vorkommende Mineralaggregate von wirtschaftlichem Interesse, aus denen durch Bearbeitung ein oder mehrere Wertbestandteile extrahiert werden können. Meistens sind dies Minerale, die mehr oder weniger metallische Bestandteile enthalten.

erz steht wie das lat. für aes alienum, aere suo emit, zu verstehen aber ist kupfergeld, womit das alterthum gewöhnlich zahlte:

ir solt nicht gold, noch silber noch erz in ewren gürteln haben,
Matth. 10, 9

Der Begriff ist hauptsächlich mit metallischen Komponenten assoziiert. In Anlehnung an die Definition nach James F. Kemp 1909 gilt:

"Erz ist ein mehr oder weniger mit Gangart verwachsenes, metallhaltiges Mineral oder Mineralgemenge, das abgebaut, bzw. weiterverarbeitet werden kann."

Die Frage der Wirtschaftlichkeit des Abbaues stellt sich erst mit der Frage der Notwendigkeit des Abbaues. Das Erz ist trotzdem da.
Die Wirtschaftlichkeit ist der einzig bestimmende Faktor wann eine Lagerstätte als abbauwürdig eingestuft wird.

Die Geschichte der Menschheit ist seit langem auch mit der Gewinnung von Stoffen aus der Natur verbunden. Stand zuerst nur die Gewinnung von Erden und Mineralen durch mehr oder wenig zufälliges Sammeln von frei vorkommenden Mineralen und Verwitterungsprodukten im Vordergrund, so wurde doch bald auch ein gezieltes Suchen und der Bergbau zur Beschäftigung des Menschen.

Erze können ganz unterschiedliche Metallgehalte aufweisen. Ein Zinnerz mit 2 % Zinnanteil mag bereits als reich gelten, wohingegen ein Eisenerz erst mit über 60 % Eisen (früher in Deutschland: 30% Eisen) als hochgradig angesehen wird.

Importabhängigkeit der Bundesrepublik Deutschland


 
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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 15.03. 2020