Der Boden

Schematisches Bodenprofil. Allgemeiner Aufbau. Schichtung in Horizonten.
  • O ( 0 - 5 cm): Organischer Auflagehorizont.
  • A ( 5 - 25 cm): A-Horizont - Mutterboden.
  • B ( 25 - 75 cm): B-Horizont - Mineralischer Bodenhorizont aus verwitterten und zermahlenem Gestein.
  • C ( 75 - 120 cm): C-Horizont - Mineralischer Bodenhorizont.
  • R ( nicht gezeigt): Ausgangsgestein.
Quelle: United States Department of Agriculture

Der Boden (von ahd. bodam), umgangssprachlich auch Erde oder Erdreich genannt, ist der oberste, im Regelfall belebte Teil der Erdkruste. Nach unten wird der Boden von festem oder lockerem Gestein begrenzt, nach oben meist durch eine Vegetationsdecke sowie die Erdatmosphäre.

Der Boden besteht aus anorganischen Mineralien und dem organischen Humus und ist im Raum in einem Bodengefüge angeordnet. Die Hohlräume sind mit Bodenlösungen und Bodenluft gefüllt. Die Gefügestruktur macht den Oberboden für gewöhnlich krümelig, weswegen man in diesem Zusammenhang auch von der Krume spricht. Die wichtigste Rolle spielt der Boden als zentrale Lebensgrundlage für Pflanzen und direkt oder indirekt für Tiere und Menschen.

Bestandteile des Bodens und chemische Eigenschaften:

Der Boden ist kostbar, eigentlich ist er des Gärtners wertvollstes Gut, und man kann ihn sich nicht aussuchen.
Wer`s nicht glaubt gehe zum nächsten Makler oder Landwirt und kaufe sich 200 qm Land.
Na gut, wer ein Agrar-Institut sein Eigen nennt, in der Petrieschale geht`s auch ohne. Dann aber fast kein Erholungswert.

Pflanzen benötigen eine ausgewogene Ernährung zur gesunden Entwicklung. Hungerleider sind dürr und schlapp. Überfütterte Pflanzen neigen zu Schädlings- und Krankheitsbefall und sollte unbedingt vermieden werden.

Was brauchen wir?

Wichtige Bodenarten

Hauptartikel: Bodenart

Bodenarten die wir hier unterscheiden wollen:

Tonboden
Der Boden besteht aus sehr feinen durch Wasser fortgeschwämmten Verwitterungsprodukten, den Tonmineralen. Nährsalze sind zwar vorhanden aber Nährstoffe und Wasser können schlecht von den Wurzeln aufgenommen werden, der Boden ist schlecht durchlüftet, hart und die Bearbeitung sehr schwer.
Er wird sehr schnell naß und kalt, für Gartenkulturen eignet er sich nur wenn durch Zugabe von Humus, Sand und Kalk das Gefüge gelockert wird.
Sand und lehmiger Sand
Diese Bodenart wird gut durchlüftet, erwärmt sich schnell und ist leicht zu bearbeiten. Sie eignen sich als Gartenboden wenn die Wasserversorgung gewährleistet ist.
Lehmboden
Die wasserhaltende und wassersteigende Kraft ist sehr gut; Mineraldünger werden ausreichend festgehalten. Ausnutzung von Stalldünger ist sehr gut. Bei starker Humus-Zufuhr ist er einer der besten Kulturböden. Allerdings ist die Durchlüftung nicht besonders gut; die Erwärmung im Frühjahr erfolgt langsam und die Bearbeitung ist relativ schwer, da er viel Hackarbeit verlangt. Eine Bodenabdeckung (Mulch) verhindert das Verschlammen der Oberfläche bei Regen und Gießen. Pferdedünger eingraben und regelmäßiges Kalken mit Ätzkalk macht ihn besser durchlüftbar.
sandiger Lehm
Diese Bodenart ist für fast alle Kulturen verwendbar, die wasserhaltende und wassersteigende Kraft ist gut, die Durchlüftung ist ausreichend. Stalldünger wird gut ausgenutzt. Eine regelmäßige Humuszufuhr ist sinnvoll ebenso wie Kalkung mit Kalksteinmehl als Ätzkalk.
Einige Tipps für alle:
  1. Reichlich Humus einarbeiten
  2. Mulchen
  3. Hacken statt gießen
  4. auf die Werte achten — Laboruntersuchung des Bodens;
    handelsübliche PH-Test-Sets liefern zwar auch den ph-Wert des Bodens und damit eigentlich nur eine erste Abschätzung.
  5. Platz schaffen

Zielsetzung

Die meisten Pflanzen, brauchen eine lockere, krümelige und gut durchlüftete Erde zum Gedeihen. Dann kann das Wasser leicht in den Boden eindringen und überschüssiges Naß versickert. Die feinen Poren in den Krümeln speichern Wasser und Nährstoffe. Das lockere Gefüge erlechtet die Bearbeitung. Das daraus resultierende Pufferungsvermögen verhindert das Auswaschen der Nährstoffe sowie schnelle Änderungen der Bodenrektion.


Wann ist der Boden gar?

Unter Bodengare verstehen Gärtner ein stabil krümeliges Erdreich, das nicht gleich beim ersten Regenguss sofort verschlämmt. Wie sich dieser Zustand erreichen lässt? Führen Sie Ihrem Gartenboden regelmäßig und reichlich Humus, also gut verrottetem Kompost oder abgelagertem Mist zu. Zudem sollte im Boden ausreichend Kalk enthalten sein. Mit einem pH-Testset (z. B. von Neudorff) bestimmen Sie ganz einfach, ob und wie viel Kalk fehlt. Bei leichten Böden ist es sinnvoll, Tonminerale zuzugeben. Mittelschwerer Lehmboden und der schwere Tonboden dagegen können mit scharfem Sand dauerhaft aufgelockert werden. Auch das Mulchen hält den Boden offen und schützt vorm Verschlämmen.

Beete vorbereiten

In manchem Februar kündigt sich bereits der Frühling an, und warme sonnige Tage locken in den Garten.
Sobald der Boden genügend abgetrocknet ist kann mit der Beetvorbereitung begonnen werden.

Maße siehe Kasten:
Bei diesen Maßen ist die Mitte des Beetes von beiden Seiten aus gut erreichbar, und die Fläche kann optimal genutzt werden. Legen Sie die Beete nach Möglichkeit so an, daß sie in Nord-Süd-Richtung verlaufen. So bekommen die Pflanzen gleichmäßig Licht.

Die eingeteilten Beete werden mit dem Grubber bearbeitet und anschließend mit der Hacke eingeebnet. So bleibt die Winterfeuchtigkeit länger im Boden. keimende Unkräuter können noch vor der Saat bequem ganzflächig beseitigt werden.


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Datum der letzten Änderung: Jena, den: 27.06. 2018