Marinehubschraubergeschwader „Kurt Barthel“

Im September 1959 wurde auf dem Flugplatz Brandenburg-Briest innerhalb des Hubschraubergeschwaders 31 eine aus zwei Mi-4A bestehende Seekette gebildet. Der vorgesehene Stützpunkt Parow war bereits ab 1935 als Land- und Seefliegerhorst der Luftwaffe errichtet worden. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die vorhandenen Anlagen gesprengt und das Gelände fliegerisch nicht mehr genutzt. Im Hinblick auf die künftige Verwendung begannen im Frühjahr 1959 erste Arbeiten zur Wiederherrichtung des Standorts. Die erste Mil Mi-4 landete am 30. September 1959 in Parow, jedoch war eine dauerhafte Stationierung der beiden Hubschrauber erst nach der Fertigstellung der Mannschaftsunterkünfte ab 8. April 1960 möglich. Anschließend erfolgten weitere Ausbauten, um mehr Aufnahmekapazität für weiteres Fluggerät zu schaffen.

Am 15. September 1962 wurde die Seekette aus dem Bestand der Luftstreitkräfte ausgegliedert und der Volksmarine als selbstständige Einheit operativ unterstellt. Mit der Überführung zweier weiterer Mi-4 am 1. Mai 1963 wurde die Seekette zur Hubschrauberstaffel (HSVM) erweitert und offiziell von der Volksmarine übernommen. Die Mi-4A waren zum Einsatz über See mit abwerfbaren Schlauchbooten, Netzbojen und zusätzlicher Funkausrüstung ausgestattet. Ab 1964 wurde der Einsatz der 12,7-mm-Bord-MG gegen Seeziele geübt. Im März und September 1965 erhielt die HSVM je zwei Mi-4 der U-Jagdversion MÄ. Sie waren mit Magnetortungsanlagen, Funkmessstationen und hydroakustischen Bojen bestückt und in der Lage, Wasserbomben bis 1000 kg mitzuführen.

Ab Dezember 1965 hielt die Staffel für das Gefechtssystem der Volksmarine einen Hubschrauber in ständiger Bereitschaft.

Siehe auch

Seitenanfang
Seitenende

Seite zurück

© biancahoegel.de 
Datum der letzten Änderung: Jena, den: 14.08.2017