Hendrik Antoon Lorentz

niederländischer Mathematiker und Physiker

geboren: 18. Juli 1853 in Arnhem
gestorben: 4. Februar 1928 in Haarlem

1902 Nobelpreis für Physik

Nach der Grundschule besucht Lorentz die neu gegründete Oberschule. Wegen seiner außerordentlichen Begabung tritt er sofort in die dritte Klasse ein.
Nach dem Bachelorabschluss in Leyden kehrt Lorentz nach Arnheim zurück, um als Lehrer an seiner ehemaligen Oberschule Abendkurse zu geben. Nebenbei arbeitet er an seiner Dissertation.

1875 Lorentz promoviert über "Réflexion et réfraction de la lumière dans la théorie électromagnétique" (Beugung und Brechung von Licht in der elektromagnetischen Theorie). Damit greift er die Lichtwellentheorie von Augustin-Jean Fresnel auf und überarbeitet sie mit der Theorie des elektromagnetischen Charakters des Lichts von James Maxwell.
Die Universität Leyden ruft Lorentz auf den ersten niederländischen Lehrstuhl für Theoretische Physik, der extra für ihn eingerichtet wurde. Der Uni Leyden bleibt Lorentz sein Leben lang treu.

1892 Lorentz formuliert die Elektronentheorie. Demnach werden alle elektrischen und magnetischen Erscheinungen ausschließlich durch das Verhalten elektrischer Ladungsträger verursacht.
1896 Lorentz' Student Pieter Zeeman bringt den experimentellen Nachweis der Elektronentheorie durch die Aufspaltung von Spektrallinien in einem starken Magnetfeld.

1904 Lorentz veröffentlicht seine abschließenden Arbeiten zur "Lorentztransformation". Sie beschäftigt sich mit der Längenveränderung relativistisch (mit annähender Lichtgeschwindigkeit) bewegter Körper. Lorentz beschreibt auch die Massenveränderung dieser Körper und die Zeitdehnung (Dilation). Er setzt damit das Fundament für die spezielle Relativitätstheorie von Albert Einstein.

International geachtet und geehrt stirbt Hendrik Antoon Lorentz am 4. Februar 1928 in Haarlem.


 
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Datum der letzten Änderung:  Jena, den: 04.10. 2019